Wudnea - Vinea
" Wudnea " -
Vinea Koi
braucht dringend Hilfe !
Ein junges Mädchen kommt zu uns nach Deutschland und wird von uns operiert.
Für Material,Medikamente und Klinikaufenthalt brauchen wir Spenden.
Alle Operateure und Therapeuten haben sich bereit erklärt, kostenfrei zu arbeiten.
Der Aufenthalt wird sicher mehr als ein halbes Jahr betragen.
Prof.Dr.Dr.med. Norbert Schwenzer und seine Frau Petra haben sich völlig selbstlos bereit erklärt, Wudnea und Ihre Mutter bei sich zu Hause für mehrere Monate aufzunehmen.
Die Chirurgische Klinik Solitude nimmt Wudnea mehrere Male kostenfrei stationär auf, um die operativen Eingriffe durchzuführen.
Die ersten Untersuchungen haben hier im Hause bereits stattgefunden.
Erste OP:
Im ersten Schritt musste die narbige Verwachsung am Hals vorsichtig gelöst werden, damit die Wirbelsäule aufgerichtet werden kann. Dies hat fast 5 Stunden gedauert.
Dabei musste sehr behutsam vorgegangen werden, damit keine Einklemmungen von Nerven im Bereich der Halswirbelsäule provoziert werden. Das könnte nämlich schlimme Folgen haben.
Mit einer völlig neuartigen Kunsthaut wurde die riesige Wundfläche abgedeckt, und die Abheilung angeregt. Leider kostet dieses in Amerika eingeführte Produkt mehrere Tausend Euro.
Die Universität Zürich hat schon Erfahrung damit und hat uns auch beraten.
Im Klinikum Ludwigsburg haben wir zwischenzeitlich diese ehemaligen Narbenareale 3 Mal mit Elektronenstrahlen bestrahlen lassen. Dies hat den Grund, dass die bei Vinea gefürchtete Keloidbildung (überschießende Narbenbildung) möglichst unterdrückt wird.
Der erste große Verbandwechsel in Vollnarkose ( wegen der starken Schmerzhaftigkeit) hat zwischenzeitig stattgefunden.
Die klinische Untersuchung ergab, dass die verwendete Kunsthaut zu über 90% gut eingeheilt ist. Dies stellt einen eher nicht so erwarteten Erfolg dar.
Da diese erste Hürde jetzt genommen ist, muss jetzt in mehreren Sitzungen versucht werden, die Weichteile des Halses weiter abzudecken, um die natürliche Beweglichkeit des Kopfes weiterhin zu gewährleisten.
Diese Woche wird die oberste abdeckende Hautschicht rekonstruiert. Mit einer Art Hobel wird eine hauchdünne Schicht Haut an gesunden Stellen entnommen. Mit einem speziellen Gerät wird diese Haut so aufbereitet, dass eine grössere Fläche zu bedecken ist.
Wahrscheinlich werden wir die Entnahmestelle auch wieder bestrahlen müssen, um die Keloidbildung an dieser Stelle zu unterdrücken.
Da Vinea nur sehr eingeschränkt essen konnte und auch hauptsächlich nur Reis und Gemüse ißt, konnte sie den bisherigen Blutverlust aus eigener Kraft bisher nicht kompensieren.
Um das Risiko eines erneuten Eingriffes mit Narkose zu minimieren und um die Heilung zu verbessern, müssen wir durch Gabe von Blutkonserven das Blutbild normalisieren.
Zu Beginn der Behandlung war es Wudnea nicht möglich den Mund zu schließen. Trinken war nur in Rücklage möglich.
Heute konnten wir uns überzeugen, dass sie die Lippen so weit schießen konnte, dass sogar das Trinken mit einem dünnen Strohhalm möglich war.
Da Verbandwechsel in der Verbrennungschirurgie überaus schmerzhaft sind, haben wir noch mit zwei weiteren Vollnarkosen die Verbände gewechselt. Dabei konnten wir feststellen, dass trotz der riesigen Wundfläche praktisch die gesamte transplantierte Haut angewachsen ist.
Die Schwierigkeit lag darin, dass der Halsbereich eine äußerst bewegliche anatomische Einheit darstellt, und alleine die Verbände an einem Stück von hinter einem Ohr beginnend um den ganzen Hals-Kinnbereich herum bis zum anderen Ohr äußerst schwierig anzulegen waren.
Dies war nur mit einer speziellen Verbandstechnik möglich und zwar mit der Vakuum-Versiegelung. Dabei wird über die transplantierte Haut ein offenporiges Schaumstoffpolster gelegt. Darüber wird mit einer hoch elastischen luftdichten Folie für einen hermetischen Abschluss gesorgt. Dann wird in diesen Raum ein Schlauch eingelegt und dieser mit einer speziellen Vakuumpumpe verbunden. Diese Pumpe sorgt für ein konstantes Vakuum. Wundsekrete werden dadurch abgesaugt und der Schwamm sowie die neue Haut auf die Unterlage gedrückt. Dies fördert die Anheilung enorm.
Nächste Woche erfolgt jetzt der voräufig letzte Verbandwechsel in Narkose. Dann werden wir nur noch mit Salbenverbänden weiter behandeln, bis die Spanderareale und das Empfängergebiet vollständig abgeheilt sind.
Dann können wir mit der Bewegungstherapie beginnen, um die verkrümmte Wirbelsäule weiter zu mobilisieren.
Zwischenzeitlich haben wir den ersten Behandlungskomplex abgeschlossen.
Alle Verbände sind entfernt und die transplantierte Haut ist vollständig eingeheilt. Ab jetzt kann die physikalische Nachbetreuung beginnen, um die Beweglichkeit des Kopfes, des Halses und der Wirbelsäule zu verbessern.
Auch der durch die Zwangshaltung verformte Schultergürtel muss wieder mobilisiert werden.
Erfreulich ist, dass Wudnea den Mund nun wieder koplett schließen kann, was ja bisher nicht möglich war. Selbst das Spitzen der Lippen geht wieder. Sie kann sogar mit einem dünnen Strohhalm wieder aus einem Glas trinken.
Was noch besonders wichtig ist, sie kann erstmals geradeaus schauen und mit der Welt wieder in Augenhöhe kommunizieren.
Dies macht ihr auch sichtlich Freude.
Derzeit wird intensiv weiter mit Physiotherapie behandelt. Dabei sind täglich die Verbesserungen der Beweglichkeit des Halses zu sehen. Mehrere kleine Korrekturen von Narbenzügen wurden noch in Lokalanästhesie durchgeführt.
Diese Woche steht jetzt nochmals eine Narkose an. Dabei muss nochmals eine dicke Narbe mit Fremdkörpereinschlüssen am Bauch eröffnet werden, weil sich wieder eine Entzündung ankündigt.
In dieser Sitzung werden wir auch noch die Zähne sanieren.
Einige Zähne müssen entfernt werden. Mehrere kariöse Zähne müssen saniert und gefüllt werden.
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Vinea wurde operiert
Vinea wurde in 10 Sitzungen operiert.
Sie kann jetzt wieder lachen und ist zwischenzeitlich wieder zu Hause in Kambodscha im Kreis Ihrer Familie.
Über den Verlauf,hier weitere INFO`s


